Gemeinde
Schwarme

Nachrichten aus Schwarme

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SoVD Ortsverband Schwarme Informiert


Tipps für Leistungsbeziehende und Menschen ohne aktuelle Leistungsberechtigung
Energiekosten: Was man bei Hartz IV, Grundsicherung und
Wohngeld beachten muss
Sulingen/Syke. Die Energiekosten steigen rasant. Nachforderungen bei den Jahresabrechnungen
werden an der Tagesordnung sein. Was Sozialleistungsbeziehende und auch Menschen, die
aktuell keinen Anspruch auf Leistungen haben, sozialrechtlich beachten sollten, darüber
informiert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Sulingen und Syke.
Hartz-IV-Empfänger*innen und Personen, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
beziehen, erhalten grundsätzlich die Heizkosten von den Leistungsträgern erstattet. Dazu zählt
auch die Befüllung von Tanks mit Öl, Gas, Pellets, Holz oder anderen Brennstoffen. Wegen der
gestiegenen Energiekosten werden nun jedoch viel höhere Heizkosten und Nachforderungen bei
den Jahresabrechnungen erwartet als gewohnt. Für diese Mehrkosten müssen Empfänger*innen
von Grundsicherung im Monat der Fälligkeit einen entsprechenden Antrag beim Sozialamt
stellen. „Wird der Antrag nicht im Monat der Fälligkeit gestellt, sondern früher oder später, kann
es sein, dass die Menschen das Geld dann nicht mehr erhalten und auf den Kosten sitzen
bleiben“, weiß Manuela Schumacher, SoVD-Beraterin in Sulingen.
Aber auch Menschen, die derzeit keine Sozialleistungen beziehen, weil sie zum Beispiel zu viel
Einkommen haben, sollten wachsam sein. „Dieser Personenkreis könnte jetzt durch die hohen
Energiekosten erstmalig einen Leistungsanspruch oder einen einmaligen Anspruch auf
Kostenübernahme der Nachforderung haben und erhält dann ebenfalls finanzielle Unterstützung.
Das bezieht sich auf Hartz IV, Grundsicherung, aber auch auf Wohngeld“, so Schumacher. Beim
Wohngeld kann dieser Anspruch übrigens auch für Wohnungs- oder Hauseigentümer*innen mit
kleinem Einkommen gelten, wie zum Beispiel für Rentner*innen. Auch hier gilt, dass der Antrag
im Monat der Fälligkeit eingereicht werden muss.
Bei Fragen zu Hartz IV, Grundsicherung oder Wohngeld helfen die Beraterinnen des SoVD in
Sulingen und Syke gerne weiter. Sie können unter info.sulingen@sovd-nds.de bzw.
info.syke@sovd-nds.de oder das Mitglieder-Service-Telefon: 0511-65610720 kontaktiert werden.

Quelle: SoVD Kreisverband

SoVD Ortsverband Schwarme Informiert

Kommunen müssen zusätzliche Gebühren ablehnen
SoVD: Taxi-Zuschlag diskriminiert Rollstuhlfahrer*innen
Hannover. Immer mehr Kommunen in Niedersachsen beschließen aufgrund der gestiegenen
Preise eine neue Gebührenordnung für Taxifahrten. Oft beinhaltet diese auch einen
zusätzlichen Aufschlag für Rollstuhlfahrer*innen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in
Niedersachsen ist empört über die Vorhaben und sieht damit Menschen mit Behinderung in
ihrer gesellschaftlichen Teilhabe massiv benachteiligt. Niedersachsens größter Sozialverband
fordert deshalb von den Kommunen, den Zuschlag nicht zu genehmigen.
Aufgrund der Preissteigerungen möchten zahlreiche Taxiunternehmen in Niedersachsen höhere
Beförderungsentgelte verlangen. Zusätzlich sollen Menschen, die im Rollstuhl sitzen, einen
Zuschlag zahlen. Begründet wird dies häufig mit erhöhtem Zeitaufwand und höheren
Anschaffungskosten bei den Fahrzeugen. Viele Kommunen stimmen derzeit über diese Planung
ab – mit unterschiedlichen Ergebnissen. In Rotenburg müssen ab Mitte August Betroffene
sieben Euro mehr zahlen. Auch in den Landkreisen Osterholz und Verden gibt es einen
entsprechenden Beschluss. Im Heidekreis wurde die Problematik an den Sozialausschuss
verwiesen.
„Wir sind wirklich fassungslos. Deutlicher kann man Menschen mit Behinderung nicht
diskriminieren“, kritisiert Bernhard Sackarendt, Landesvorsitzender des SoVD in Niedersachsen.
Mit dieser Regelung verwehre man Betroffenen eine flexible und selbstbestimmte Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben. „Dabei ist das gerade in ländlichen Regionen wichtig“, betont
Sackarendt weiter.
Von den Kommunen fordert er, eine solche Gebührenordnung abzulehnen – auch, um
Einheitlichkeit herzustellen. „Durch die unterschiedlichen Regelungen in den Landkreisen
entsteht ein Flickenteppich. Es kann doch nicht sein, dass es vom Wohnort abhängt, ob ich als
Mensch mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann oder nicht“, so der
Landesvorsitzende. Der Zuschlag müsse unbedingt ausgeschlossen werden. Hinsichtlich der
erhöhten Anschaffungskosten verweist er auf Förderungen durch die Kommunen: „Sie müssen
die finanziellen Voraussetzungen zum Beispiel durch Zuschüsse schaffen, damit die Kosten der
Unternehmen kompensiert werden können.“

Quelle: Sovd Landesverband

SoVD Ortsverband Schwarme Informiert

Sozialhilfeträger kann Kosten für notwendige Begleitpersonen übernehmen
Behinderung: Mehrkosten für Urlaub erstatten lassen
Sulingen / Syke. Sind Menschen mit Behinderung bei einer Urlaubsreise auf eine Begleitperson
angewiesen, können sie sich die daraus entstehenden Mehrkosten unter bestimmten
Voraussetzungen als Teilhabeleistung vom Sozialhilfeträger erstatten lassen. Der Sozialverband
Deutschland (SoVD) in Sulingen und Syke informiert zu diesem Thema.
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts haben Menschen mit Behinderung unter
bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, sich Mehrkosten einer Urlaubsreise erstatten zu
lassen. Übernommen werden Kosten, die dadurch entstehen, dass Betroffene auf eine
Begleitperson angewiesen sind. „Wichtig ist hier, dass die Regelung ausschließlich für solche
zusätzlichen, nicht vermeidbaren Kosten gilt, die aufgrund einer Behinderung entstehen.
Betroffenen wird also nicht die gesamte Urlaubsreise zurückerstattet“, verdeutlicht SoVD-
Beraterin Manuela Schumacher in diesem Zusammenhang. Dabei gilt beispielsweise ein
einwöchiger Erholungsurlaub einmal im Jahr als angemessen. Übernommen werden die
sogenannten Eingliederungshilfeleistungen vom Sozialhilfeträger, um Betroffenen mehr Teilhabe
zu ermöglichen.
„Wir begrüßen es sehr, dass die Entscheidung des Bundessozialgerichts den neugefassten
Behinderungsbegriff und damit die Teilhabe von Menschen mit Behinderung stärkt“, so
Schumacher. Urlaubsreisen würden demnach als ein legitimes Teilhabebedürfnis im Rahmen der
Freizeitgestaltung verstanden werden.
Bei weiteren Fragen und Unterstützungsbedarf stehen die Berater*innen des SoVD in Sulingen
und Syke unter info.sulingen@sovd-nds.de bzw. info.syke@sovd-nds.de oder über das
Mitglieder-Service-Telefon: 0511-65610720 zur Verfügung.
Mit rund 280.000 Mitgliedern insgesamt ist der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. der größte
Sozialverband des Landes. Er ist gemeinnützig, überparteilich und konfessionell unabhängig. In
rund 60 niedersächsischen Beratungszentren steht er seinen Mitgliedern bei Themen wie Rente,
Pflege, Hartz IV, Behinderung, Gesundheit und Patientenverfügung/ Vorsorgevollmacht kompetent
zur Seite, vertritt sie gegenüber Politik, Behörden und vor den Sozialgerichten

Quelle: SoVD Kreisverband

SoVD Ortsverband Schwarme Informiert

Sozialverband Deutschland
Kreisverband Diepholz
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Sozialverband Deutschland
Kreisverband Diepholz
Manuela Schumacher
Lange Str. 4 a - 27232 Sulingen
Pressemitteilung
17.06.2022
SoVD informiert zu Krankengend, Arbeitslosengeld und Co.
Online-Vortrag: „Arbeitsunfähig, erwerbsgemindert – was nun?“
Sulingen / Syke. „Arbeitsunfähig, erwerbsgemindert – was nun?“ ist der Titel der nächsten
Online-Veranstaltung aus der Vortragsreihe des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in
Sulingen und Syke. Kai Bursie, Regionalleiter des SoVD in Braunschweig, referiert am 30. Juni
von 16 bis 17.30 Uhr per Zoom. Eine Anmeldung ist bis zum 27. Juni möglich.
Jede*r kann plötzlich durch eine Krankheit von Arbeitsunfähigkeit und Erwerbsminderung
betroffen sein. In diesem Zusammenhang beleuchtet Kai Bursie in seinem digitalen Vortrag
„Arbeitsunfähig, erwerbsgemindert – was nun?“ am 30. Juni von 16 bis 17.30 Uhr die Frage
„Kann man durch Krankheit arm werden?“.
Der Referent informiert in der Online-Veranstaltung unter anderem darüber, wie es um die
soziale Absicherung steht, wenn man den Beruf nicht mehr ausüben kann. Dabei weist er auch
auf Fallstricke und Lücken hin, die Krankengeld, Arbeitslosengeld und Co. mit sich bringen.
Außerdem erhalten Teilnehmende wertvolle Tipps, wie sie diese umgehen können.
Mitglieder und Interessierte können sich bis zum 27. Juni anmelden, indem sie eine E-Mail an
weiterbildung@sovd-nds.de senden. Einen Teilnahmelink erhalten sie spätestens am Tag der
Veranstaltung ebenfalls in einer E-Mail. Informationen zu weiteren Vortragsthemen und
Terminen sind unter www.sovd-nds.de abrufbar.
Mit rund 280.000 Mitgliedern insgesamt ist der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. der größte
Sozialverband des Landes. Er ist gemeinnützig, überparteilich und konfessionell unabhängig. In
rund 60 niedersächsischen Beratungszentren steht er seinen Mitgliedern bei Themen wie Rente,
Pflege, Hartz IV, Behinderung, Gesundheit und Patientenverfügung/ Vorsorgevollmacht kompetent
zur Seite, vertritt sie gegenüber Politik, Behörden und vor den Sozialgerichten.

Quelle: SoVD Kreisverband

SoVD Ortsverband Schwarme Informiert

Pflegende Angehörige sind unfallversichert
Sulingen / Syke. Unfälle passieren schnell. Ob unglücklich gestürzt und den Arm gebrochen oder
beim Umlagern den Rücken verletzt: Unter bestimmten Voraussetzungen sind pflegende
Angehörige automatisch über die gesetzliche Unfallversicherung versichert, wenn etwas im
Zusammenhang mit ihrer Pflegetätigkeit passiert – das gilt auch für Wegstrecken vom
beziehungsweise zum Pflegeort. Wichtige Voraussetzung: Der*die pflegende Angehörige ist bei
der Pflegekasse als Pflegeperson gemeldet. Was es darüber hinaus zu beachten gibt, erklärt der
Sozialverband Deutschland (SoVD) in Sulingen und Syke.
Verletzen sich pflegende Angehörige bei Tätigkeiten, die direkt etwas mit der pflegebedürftigen
Person zu tun haben, kann dies unter bestimmten Voraussetzungen als Arbeitsunfall gelten. Dann
stehen ihnen Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung zu. „Abgedeckt sind sowohl
klassische Pflegetätigkeiten als auch Haushaltsaufgaben, die für Pflegedürftige übernommen
werden“, informiert SoVD-Beraterin Manuela Schumacher aus dem Beratungszentrum in Sulingen.
Außerdem sind Wegstrecken von oder zum Wohnort versichert – zum Beispiel bei Besorgungen.
Die Betroffenen müssen allerdings bei der Pflegekasse als Pflegeperson gemeldet sein.
Eine weitere Voraussetzung ist, dass die pflegebedürftige Person den Pflegegrad zwei oder höher
zuerkannt bekommen hat. Zudem muss die häusliche Pflege an mindestens zwei Tagen in der
Woche und im Umfang von insgesamt zehn Stunden geleistet werden. Haben pflegende
Angehörige einen Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung, sollten sie sich
nach einem Unfall direkt an eine*n Arzt*Ärztin wenden und melden, dass er im Rahmen der
häuslichen Pflege passiert ist. „Geben Mediziner*innen den Vorfall nicht an die
Unfallversicherung weiter, sollten Betroffene dies unbedingt selbst tun“, rät Schumacher. Erst
dann könnten die Kosten für beispielsweise Behandlungen, Rehamaßnahmen oder Fahrtkosten
übernommen werden. „In besonders schweren Fällen kann sogar ein Anspruch auf Rente
bestehen“, fügt Schumacher hinzu.
Für Fragen hierzu oder zu weiteren Pflegethemen stehen die Beraterinnen des SoVD in Sulingen
und Syke zur Verfügung. Kontakt aufgenommen werden kann unter info.sulingen@sovd-nds.de
bzw. info.syke@sovd-nds.de oder über das Mitglieder-Service-Telefon: 0511 – 65610720.

Quelle: SoVD Kreisverband

 

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